Gedichte

licht und schatten

Da trennst du dich,
da lebst du wieder,
verrennst du dich
und legst dich nieder,
Stück für Stück zum sterben hin,
weil ich heut so müde bin –

da sind die Gitter hoch wie Bäume,
Bäume ohne Ast.
Der Sonne Glanz verliert sein Licht
Und das Herz kennt keine Rast,
bis es einst am Stahl zerbricht.

Eingeschlossen in der Welt,
ausgeschlossen durch die Leute.
Was mir eben noch gefällt,
ist schon das was ich bereute,

Wie der Faust nicht kriegen kann,
bringt auch mich kein Bündnis an den Mann.
Was ich Schönes grad begehrte,
durchbohrt mich jetzt schon mit dem Schwerte.
Was eben noch so viel versprochen,
ist sogleich schon durchgebrochen.
Was mir Hoffnung gab für diesen Moment,
ist was jetzt schon in der Hölle brennt.

Was bleibt ist nur ein kleiner Schatten,
von dem was ich glaubte da zu sehen.
Schon vertilgen ihn die Ratten,
und Hoffnung will für immer gehen.

14.2.08 21:38, kommentieren

licht und schatten

Da trennst du dich,
da lebst du wieder,
verrennst du dich
und legst dich nieder,
Stück für Stück zum sterben hin,
weil ich heut so müde bin –

da sind die Gitter hoch wie Bäume,
Bäume ohne Ast.
Der Sonne Glanz verliert sein Licht
Und das Herz kennt keine Rast,
bis es einst am Stahl zerbricht.

Eingeschlossen in der Welt,
ausgeschlossen durch die Leute.
Was mir eben noch gefällt,
ist schon das was ich bereute,

Wie der Faust nicht kriegen kann,
bringt auch mich kein Bündnis an den Mann.
Was ich Schönes grad begehrte,
durchbohrt mich jetzt schon mit dem Schwerte.
Was eben noch so viel versprochen,
ist sogleich schon durchgebrochen.
Was mir Hoffnung gab für diesen Moment,
ist was jetzt schon in der Hölle brennt.

Was bleibt ist nur ein kleiner Schatten,
von dem was ich glaubte da zu sehen.
Schon vertilgen ihn die Ratten,
und Hoffnung will für immer gehen.

14.2.08 21:38, kommentieren

Leben

Leben

Manchmal abends da sitze ich hier,
lautlos und still
und frage mich wem ich das alles erzählen will.

Manchmal da stehe ich hier
und vor mir ragt stolz die größte Wand
und manchmal da sitze ich hier und verlier den Verstand.

Manchmal da sehe ich
vor mir und bis in die Ferne nur Leere,
da frage ich mich, ob die Wand mir jetzt lieber wäre.


Es gibt Tage
da spüre ich die Einsamkeit
aber selten wäre ich dann doch lieber zu zweit.

Und es gibt auch diese Tage,
da sitze ich hier ganz allein
und wünsche mir doch niemals gewesen zu sein.

Da fehlen die Worte.
Dort verlassen mich Bilder,
die alle krank geworden sind.

Da sitze ich hier
den Kopf in den Nacken
werfen meine Glieder schaurige Schatten.

Passiv und tonlos,
denn die Worte sind fort,
stille Tränen begleiten sie an einen anderen Ort.

Wortlos schaue ich das Telefon an
und frage mich, mit wem ich jetzt noch reden kann.
Mit wem ich jetzt überhaupt reden will,
ich frage den Kopf,
aber der Verstand schweigt still.

Da ist niemand.

Niemand, dem ich sagen kann,
wo ich nicht weiß,
wie fange ich an?
Wie rede ich weiter, wie höre ich auf?
Es fehlt mir die Sprache,
nimmt sie der Fluss in sich auf.

Sowie der Fluss, fließt auch mein Leben mit den andern dahin,
habe ich doch gerade wieder gemerkt,
wie weit weg sie schon sind.
Am Ufer inmitten vom Nichts gesessen,
hat mich mein Leben hier einfach vergessen.

Wie Peter Pan seinen Schatten, jagte ich grad noch das Leben
und wozu?
Um doch gezwungen zu sein wieder alles aufzugeben.

Keiner sagt "warte", keiner sagt "komm",
der eine hat Luzifer, der andre steht fromm.

Da bricht deine Welt
und der Abgrund ist tief,
bis dich das Leben
zum nächsten Termin weiter rief.

Dort gibt es Leute, die sagten bei Zeiten,
man braucht manchmal Zeit sich auf das Leben vorzubereiten.
Aber Zeit ist Luxus und Luxus ist rar,
und demnach nur für die Reichen und Zeitlosen da.

Mittendrin trifft dich von hinten ein Dolch spitz durchs Herz
und alles was dir einfällt ist das Wort dafür: "Schmerz".
Für Schmerz gibts Tabletten-
die dienen dazu dir das Leben zu retten.

Und wer rettet mich?

Dabei ist das Leben doch eigen und eitel und denkt nur an sich,
weil Leben ohne Körper funktioniert einfach nicht.

7.12.07 23:37, kommentieren

Tik Tak Tik Tak...

Tik tak Tik Tak

Tik Tak Tik Tak, macht die Uhr.
Nacht zum Tag und Tag zu Nacht
Tik Tak macht die Uhr.
Unermüdlich auf und ab.

Tik Tak Tik Tak geht die Zeit vorbei,
Tik Tak überdauert, was geschieht wird einerlei.
Tik Tak Tik Tak
Dreht die Zeit das Rad.
Tik Tak ist was sich unser Gott verbat.
Tik Tak schenkt uns hier vergessen,
Tik Tak wird die Zeit gemessen.

Zeit zum leben, Zeit zum sterben,
Zeit zum reden, Zeit zum erben.
Zeit zu gehen, Zeit zu kommen,
zu wenig Zeit macht uns benommen.
Zeit zu lernen, Zeit zu essen,
Zeit zu arbeiten und zu vergessen.
Zeit zu lieben, Zeit zu hassen,
Zeit einen andern gehen zu lassen.
Zeit zu lachen, Zeit zu leiden,
Zeit sich vor andern zu verkleiden.

Tik Tak Tik Tak geht die zeit,
und niemand ist für sie bereit.

28.9.07 00:43, kommentieren

problemlos

Eine kleine Gegebenheit der Zeit 

 
Ich hasse meine Umwelt und meine Umwelt hasst mich,

und die, um die ich mich bemühe,

die lieben mich nicht.

Die, für die ich da sein will,

kriegens nicht mit.

Die, denen ich vertraue,

geben Enttäuschung zurück.

Lügen mir vor, was für ein guter Mensch ich sei

und im nächsten Fehler, geht der gute Mensch schon vorbei.

Und jeder korrigiert sich und stellt nochmal klar,

dass ein schlechter Mensch bleibt, wer es schon immer war. 

Aber wenn ich kritisiere, dann hört niemand zu

und wenn ich dann sterbe, wars wieder gut, was ich tu. 

 

31.7.07 12:43, kommentieren

Der letzte Mensch

Der letzte Mensch,

der geht nicht mehr, den lässt man einfach stehen.

Der letzte Mensch,

der lebt nicht so sehr und geht darin auf dir zuzusehen.

Verdammt zu lächeln wo nur Leere,

wo Zorn statt Demotivation gern wäre.

Taube Ohren und glasiger Blick,

springen mir beißend in mein Genick

und lassen mir ein Bild zurück,

von dir, das ich nicht kenne.

Der letzte Mensch hegt keinen Trost

und findet sich in Wut verständnislos.

Was soll ich dir noch sagen?

Demotivation und Stress, die kenn ich schon.

Auch Einsamkeit, stellt mir zur Zeit,

ganz eisern ihren Weg bereit.

Der letzte Mensch behandelt dich,

als wär dein Leben lächerlich,

wo er dich doch unterstützen will.

Doch in deiner Erfüllung finde ich nur Neid,

für das, was ich nie gefunden.

Und spitze Sätze tun mir schon leid,

wohin sind mir die richtigen Worte verschwunden? -

So schweigt mein Mund wohl besser still,

zugenagelt, was keiner hören will.

Der letzte Mensch ist krank von Frust

und was mir bleibt ist Tanzen.

Aber der letzte Mensch hat große Lust,

das Tanzen zu vergessen.

Denn was man vergisst, das tut nicht weh,

und stört nicht wenn ich für dich zur Hölle geh.

 

31.7.07 12:37, kommentieren

Gespenster

Gespenster

 

Gespenster spuken in meinem Kopf mir herum,

schon wache ich auf und sehe mich um.

Ganz allein sitze ich hier,

saß doch gerade noch jemand neben mir.

Ein lebendiger Toter, ein furchtloser Geist,

der sich wie eine Zecke in meine Haut einbeißt -

und mich schleichend überzeugt mit ihm zu reden,

als würde es in diesem Zimmer noch jemand anders geben,

zwingt er mich in seine Augen zu sehen;

Stahlblaue Augen sind doch tief wie das Meer,

vertrauter Geruch schleicht um mich her.

Seltsamer Gedanke oder seltsamer Traum,

wer von uns war noch gleich das Gespenst in dem Raum?

So fing alles an,

ein vertrauter Blick, der zu sprechen begann.

Zum sprechenden Mund gesellten sich Hände und Füße,

die ich mittlerweile jeden Morgen begrüße.

So kann er mich halten und kann mich auch küssen,

und mir ganz allein meine Tage versüßen.

Wohlgefühl und Ruhe sterben zu früh.

Das Gespenst spukt herum, ist es da ist es fort,

von niemand gesehen hört auch niemand sein Wort.

Nur für mich geht es in die Welt und kehrt mit Geschichten zurück,

so teilt es mit mir ein einsames Glück.

 

 

19.3.07 13:13, kommentieren