Über

  • Hi, also das bin ich, verrückt, unorganisiert und deswegen meistens auch total zerstreut. Wenn ich gerade nicht zerstreut bin, dann bin ich damit beschäftigt meine Zerstreuung in Grenzen zu halten damit auch mir das Wunder des Lernens zu Teil werden kann und ich meine Klausuren bestehe. Wenn ich aber auch gerade damit nicht beschäftigt bin, dann tanze ich. Da fällt meine verplante Art auch gar nicht auf, weil ich sowieso Grimassen schneide und dabei rasend schnell, flink, wendig und furchtbar grazil von einem Ort zum nächsten tänzele. Tja ja, so bin ich. man könnte auch sagen, ich kann furchtbar anstrengend sein und bin deshalb nicht dafür geschaffen in einer WG zu wohnen - auch nicht wenn die WG meine Familie ist. Machste nix.

Alter: 31
aus: 53111 Bonn
 
Universität: Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität in Bonn

Ich mag diese...

Musiker: Rosenstolz, The darkness, Keith Urban, eigentlich alles sonst(außer die Tokio Dinger) aber die im Speziellen.
Lieder: Alle. Naja, viele, also einige, aber immernoch viele, aber wie die alle heißen? Keine Ahnung.
Sendungen: The Nanny, Six feet under (nur die Anfangsszene), CSI, Criminal Intent, Tool Time,1Live Pophasen, Ernie und herrbert, Sesamstraße, Sendung mit der Maus, früher mal Löwenzahn aber ich hab letztens gelesen, dass der Peter die Kinder eigentlich nicht mag, deshalb jetzt nicht mehr, ...eigentlich gucke ich viel zu viel Fernsehen.
Filme: Fluch der Karibik I, Lord of the rings (I und III), A time for dancing, Der ewige Gärtner, American Dreamz, Carmen, Iberia und andere die mir grad nicht einfallen. Man kennt sooo viele Filme als Kinogänger.
Schauspieler: George Clooney, Dan Akroyd, Jennifer Anniston, Matthew Perry, Luke Perry, Silvester Stallone, Til Schweiger...etc.
Bücher: Identität, Die Schachnovelle, Der Prozess, Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Strategie, Der wunderbare Massenselbstmord, Felidae, Da Vinci Code, Das Jesus Video, Eine Handvoll Männlichkeit, Der Hahn ist tot, Lord and Ladies, Gevatter Tod,etc...
Autoren: Milan Kundera, Dan Brown, Martin Walser, Ingrid Noll, Kafka, Andreas Eschbach, Terry Pratchett etc...
Sportarten: Tanzsport
Sportler: Dmitrj Timokin, Anna Bezikova, Carmen, Carina Smirnoff, Beata Onefater
Hobbies: tanzen, reisen, lesen, Kinogänger sein, kochen, schreiben



Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
war mein erstes Wort: Nein!
und das Maß aller Dinge zeigte sich in männlicher, gutaussehender, charmanter Gestalt und sprach zu mir:...Das sag ich hier lieber nicht.

Wenn ich mal groß bin...:
werde ich ein Haus in Südfrankreich am Strand besitzen. Es könnte auch in den USA sein, aber ich glaube es wird Frankreich und vielleicht eine Felsküste.

Ich wünsche mir...:
Weltfrieden. Nein nur Spaß, ich wünsche mir, dass man von Eiscreme nicht dick wird.

Ich glaube...:
an Gott und daran, dass jeder Mensch einzigartig ist und in seiner Einzigartigkeit genauso sinnlos wie alles andere auf der Welt.

Ich liebe...:
mich und das Tanzen.

Man erkennt mich an...:
dem außergewöhnlich erotischen Watschelgang einer Ent...eines Schwans.



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Blog

Aufgerissen

Schon Juli.

Bilanz: Tanzen: super. Uni: muss halt. Dates:0. Kontakte: 4..davon Sex: no comment.

Es ist unglaublich wie wenig Menschen man eigentlich kennenlernt, wenn man sein Leben in meiner tollen, neuen , super eingerichteten Wohnung und im Tanzsaal verbringt..zumindest überwiegend.

Tatsächlich gibt es Menschen, die sich um die freie Stelle meines LAG (LebensAbschnittsGefährten) bemühen, aber sie sind nun mal nicht alle wie Doktor House. Nicht einmal annähernd - sie hinken alle nicht und ihr Intelligenzquotient scheint - trotz sehr guter Ausbildung - in Alltagssituationen unglaublich niedrig. So zum Beispiel der Mensch, der mich 2 mal sah, kam und siegen wollte. Dieser schon errungen geglaubte Sieg endete, recht unerwartet aus seiner Sicht, mit einem kühlen, aggressiven "Klick" an meinem Ende der Telefonleitung.

Es gab dann immerhin neben vielen nicht nennenswerten Versuchen, noch 2,5 Ritter aus der Vergangenheit, die mit wehenden Fahnen von ihren Rössern vor meiner Festung in den Schlamm gefallen sind - sagte ich Festung? - ich meinte - meinem sehnsüchtig wartenden Blumengarten- Paradies. Einer von ihnen kam auf die geniale Idee mich zu ein paar Drinks einzuladen, die ich im Endeffekt selbst bezahlen musste und seine Getränke noch dazu, weil er sein Portmonnaie wohl zu Haus vergessen hatte. Nicht schlimm genug, so musste er mir draußen seine Männlichkeit beweisen, indem er mitten in der Nacht in einer spontanen Aktion und mit den rohen Sätzen: Ich muss pissen. Schau mal was ich kann..." auf ein Denkmal urinierte. Die Glanzleistung dieses Abends vollendete er nicht etwa mit der Einladung zum gemeinsamen Drogenkonsum mit anschließendem Geschlechtsverkehr hinter der nächsten Straßenecke, sondern mit der Festnahme der Polizei, wegen Trunkenheit am Steuer,als er mich ziemlich missmutig nach einer Abfuhr auf der ganzen Linie nach Hause brachte...

Ein Freund von mir wies mich erst neulich darauf hin, wie gering eigentlich die Chance sei, dass sich 2 Menschen treffen, die sich gegenseitig mögen und wieviel niedriger die Chance sei, dass dann auch beide später noch Liebe füreinander empfänden. Das hat mich so sehr frustriert, dass ich dachte mich in mein Schicksal ergeben zu müssen und einer Verkupplungsaktion zustimmte. Nicht, dass ich nicht auch aktiv für jemand kämpfe, der mir gefällt, aber nach meiner letzten Beziehung hat sich der Grundsatz in mir gefestigt, dass die Männer auch mal um mich kämpfen könnten und sollten -so eitel das nun auch klingen mag.

Vielleicht bin ich so auch von den falschen Vorraussetzungen dieser Verkupplungsaktion ausgegangen - man weiß es nicht. Jedenfalls saß er nun schon da - mit seiner Schwester, nennen wir Sie Mrs. Kuppling und hatte glaube ich keine Ahnung von gar nichts, während sie mich schon angrinste wie der Panther vor dem Essen.

Eigentlich sah er auch ganz gut aus. Schöne Augen, muskolöser Körper, nettes Lächeln, er war sogar recht charmant und in den wenigen Sätzen, die er sagte ( wenn auch nicht zu mir) schien er sowas wie Rhetorik zu besitzen und Humor. Zynischer Humor kann in einer Beziehung ja sooo wichtig sein. Aber egal jetzt.

Das Ergebnis von 3 Stunden in einem Raum mit diesem Mann war jedoch eher spärlich. Da er mir gefiel und wir aber unter ständiger Beobachtung standen, wie 2 Hamster im Käfig, habe ich soviele Sätze mit ihm gewechselt, dass man sie wohl an einer Hand abzählen kann.-Die Anzahl derer, die verkrampft waren leider auch. Den Großteil des Abends nutzte mein Bruder zu allem übrigen Ärgernis auch noch dazu, aller Welt die schmerzliche Erfahrung des Gipsabdruckes seines Hinterns zu erläutern. Ich weiß jetzt, dass man selbst bei Einreibung mit Vaseline alle Haare am Hintern verliert, wenn der Gips abgemacht wird...auch die zwischen den Backen. Und mein erweiterter Wissenshorizont verrät mir auch was ich in der Zukunft nicht ausprobieren werde.

Tja so saß ich also da und habe mich nach dem zweiten Wiener krängel oder wie das Zeug heißt zum hoffnungslos unvermittelbarn Fall eingestuft. Tiere können dann ins Tierheim gehen aber wo soll ich jetzt hin?

Nach unseren immensen Kommunikationsarien verzog sich der gutaussehnde, normalwirkende Mann nun an den Fernseher um ungestört im Männerclub Wii zu spielen. Also ist er vielleicht auch gar nicht so normal aber auf jedenfall war er doch sehr süß

So ist das mit den Männern - machste nix. Vielleicht sollte ich mir einen Brieffreund suchen, aber ein anderer Freund meinte schon zu mir, dass Männer mehr als nur ungern Briefe verfassen würden.

 

 

 

 

 

 

22.7.07 20:12, kommentieren

und das ist unser slowfox

8.7.07 17:43, kommentieren

das is der adrian

8.7.07 17:43, kommentieren

Gespenster

Gespenster

 

Gespenster spuken in meinem Kopf mir herum,

schon wache ich auf und sehe mich um.

Ganz allein sitze ich hier,

saß doch gerade noch jemand neben mir.

Ein lebendiger Toter, ein furchtloser Geist,

der sich wie eine Zecke in meine Haut einbeißt -

und mich schleichend überzeugt mit ihm zu reden,

als würde es in diesem Zimmer noch jemand anders geben,

zwingt er mich in seine Augen zu sehen;

Stahlblaue Augen sind doch tief wie das Meer,

vertrauter Geruch schleicht um mich her.

Seltsamer Gedanke oder seltsamer Traum,

wer von uns war noch gleich das Gespenst in dem Raum?

So fing alles an,

ein vertrauter Blick, der zu sprechen begann.

Zum sprechenden Mund gesellten sich Hände und Füße,

die ich mittlerweile jeden Morgen begrüße.

So kann er mich halten und kann mich auch küssen,

und mir ganz allein meine Tage versüßen.

Wohlgefühl und Ruhe sterben zu früh.

Das Gespenst spukt herum, ist es da ist es fort,

von niemand gesehen hört auch niemand sein Wort.

Nur für mich geht es in die Welt und kehrt mit Geschichten zurück,

so teilt es mit mir ein einsames Glück.

 

 

19.3.07 13:13, kommentieren

Frank

Frust und Alkohol 

Was wissen sie darüber? Da war sie wieder diese Frage und die Antwort war wie immer so vorhersehbar; ein langes Schweigen.

Falsche Antwort. Wissen sie überhaupt etwas oder lagert sich in ihrem Kopf wirklich gähnende Leere. Besitzen sie eine Stimme oder sind sie einfach nur dumm? Das ergibt sich doch alles aus der Logik der Sache.....(..)..haben sie schon einmal überlegt ob das hier wirklich das richtige Studienfach für sie ist?

Autsch! Der hatte gesessen. Ich wagte nicht von meinen Unterlagen aufzuschauen, da war soviel Wut und so viele Fragen aber lieber hätte ich mir einen Nagel ins Knie geschossen bevor ich diese rationale Ausgeburt der Logik von einem andern Stern irgendetwas gefragt hätte. Den Rest der Vorlesung wurde ich glücklicherweise oder unglücklicherweise nichts mehr gefragt.

Warum gibt es in der Uni keinen rettenden Gong, der die Stunde beendet wenn es gar nicht mehr schlimmer kommen kann? Es gab keinen Gong aber dafür gab es einen Ansatz des Professors zu einem sehr demütigenden Gespräch. Ich konnte ihn nicht mal ansehen und ich verdammte meinen Tränenkanal, der gerade in diesem Moment die Schleusen öffnen wollte. Nicht jetzt! Nicht nur dumm sein, sondern auch wie ein zwölfjähriges Mädchen rumheulen, der perfekte Eindruck eines erwachsenen Menschens.

Ich möchte noch mit ihnen reden. – Ich lege aber keinen Wert darauf jetzt mit ihnen zu sprechen. Daraufhin verließ  ich schnellen Schrittes den Raum. Man sollte keine unqualifizierten Fragen stellen – gut, Mann muss aber auch nicht unqualifizierte Aussagen von sich geben.

 

Thom, weißt du eigentlich was Frust ist? Frust ist abends in eine Kneipe zu gehen mit gedämpftem Licht, damit die andern Menschen dein angefressenes Gesicht nicht sehen. Frust ist dir dort einen Cocktail nach dem andern zu bestellen. Frust ist, nachdem du die alkoholhaltigen Getränke schon nicht mehr gezählt hast auf die Karaoke- Bühne zu gehen, dir die Seele in den himmlischsten Tönen aus dem Leib zu singen und belächelt zu werden.

Und wie ich gesungen habe – angeblich war ich in meiner Unplugged Version von Listen to your heart auf dem Klavier begleitet gar nicht mal schlecht.

Ach Thom, weisch schu wasch noch viel schlimmer als Frsut ist? Nöö? Fruscht und Peinlischkeit zusammen.

Denn mein Lieblingsprof musste sich natürlich ausgerechnet heute in derselben schäbbigen Bar aufhalten. Darauf trank ich....zuviel. Ach Thom, ich hol noch was. Thom? Na toll, Thom unterhielt sich mit seiner Freundin am Handy und schon war der Rest der Welt vergessen.

Und jetzt? Muss ich wohl allein weitertrinken – wo wir ja gerade beim Thema Frust waren. Besonders großer Frust ist, wenn der Barkeeper einem schon nichts mehr geben will.

Da stand ich nun ziemlich jämmerlich an der Bar und heulte dem  armen Menschen dahinter alle meine Fragen vor, die ich mich nicht getraut hatte zu stellen. Dann stieg ein Engel vom Himmel hinab und sprach mit seiner erlösenden Stimme zu mir. Er gab mir alle Antworten der Reihe nach auf meine Fragen und wenn ich es immer noch nicht verstand, so suchte die Stimme nach einer anderen Erklärweise. Der liebe Gott lässt doch niemanden allein. War ich wirklich schon so betrunken, dass ich halluzinierte? Sie sind eigentlich gar nicht so dumm, etwas langsam, aber nicht hoffnungslos. Mir lief es abwechselnd heiß und kalt den Rücken hinunter. Wer war das? Aber eigentlich wusste ich es schon. Es gab nur einen Menschen der mich heute als dumm betitelt hatte und so stand er hinter mir in voller Größe und selbst ein wenig angetrunken. Ich hätte schie hier nicht erwatet nicht, seuselte und grinste ich vor mich hin. Sie haben wunderbar gesungen vorhin. – Gut eventuell war er genauso betrunken wie ich.

Ich bin vielleicht der einzige Mensch der über ihre Witze lachen kann und von ihren mathematisch korrekt berechneten Anmachsprüchen beeindruckt ist und sie nennen mich dumm. Der Versuch einen so klaren Satz zu formulieren und einwandfrei auszusprechen hat mich bestimmt fünf Minuten Überlegung gekostet. Das Gehirn schien unter Alkoholeinfluss wirklich langsamer zu arbeiten. Mich wunderte, dass er noch da stand und nach diesem Satz wunderte es mich ganz besonders.

Was denkt der Mann bloß?

Schönen Abend noch, sang ich . während ich dem Ausgang allmählich näher kam.

Aber wo wollen sie denn hin? Mit den Schlüsseln in der Hand klappernd sagte ich: Zum Wagen. Wohin sonst?

Sie wollen nicht  ernsthaft mit diesem Pegel noch Auto fahren? Doch.

Nachdem er mir draußen die Schlüssel abgenommen hatte, interessierte es mich auch nicht mehr wo wir hingingen. Frust ist, wenn einem alles egal ist, Thom. Aber ich heiße Julius.

Als wenn ich meinen Prof. vom andern Stern auch noch mit Vornamen anspreche.

Gott weiß was wir alles geredet haben, aber so übel war er gar nicht. Ich habe ihn eigentlich immer gern gehabt aber verstehen tue ich ihn nicht.

Lachen hält warm aber der Kuss, den er mir gab, glich einer überdimensional großen Kuschelheizdecke. Weiche Lippen, sanfte Haut und sein leichter Silberblick  haben mich doch sehr schnell  und willenlos verführt. Für so wenige Zeit passten wir so gut zusammen. Der  arrogante, gefühlskalte Rationalist und die dumme Nuss. Wie der Alkohol die Welt verändern kann. Nebenbei bemerkt ist Frustsex auch eins der besten Mittel gegen einen Kater am nächsten Morgen, wenn auch nicht gegen den Mann, der für mich so unerwartet neben mir lag....

9.1.07 23:10, kommentieren

Wer ich bin

Wer ich bin...

 

es kam aus des Himmels schönen Tagen,

ein Mädchen auf die Welt getragen.

Mit Witz und Charme und viel Geschrei,

bringt es den Mensch mit Ehrlichkeit zur Raserei.

 

Wer ich bin?

 

Still und schüchtern schleiche ich,

auf wundersamen Wegen.

Schmerz und Freud' begleiten mich,

Wie das Schicksal der Deianera Leben.

 

Der Caroline folgte ich,

den Savigny verachte ich,

der Goethe wird mir zu hoch gestellt,

wo auch Kafka sich hinzugesellt,

aber der Prozess bewegte mich.

Herr Baselitz raubt den Verstand,

Poussin steckte mein Herz in Brand.

La Morgue brachte mir Gänsehaut,

während das Mamco mir den Atem raubt.

Mit Geschichten fliege ich davon.

 

Ein Abendteuer muss es sein,

verweil ich am Meer oder am Rhein.

Kreativen Daseins dunkle Wogen,

sind schon eisern übers Land gezogen.

Und auch sahen der Sonne Strahlen,

durch meinen Körper lächeln fahren.

Was auch andere hat bedrückt,

waren sie auf einmal ganz verzückt.

 

Da will ich Spaß, da mein ich Liebe,

und mein ich Liebe seh ichs nicht,

da braucht meine Sturheit mehr als Hiebe,

da bin ich sanft und dann doch kühl,

bin ich ein Biest, dann mit Gefühl.

Bin ich ein Engel, schweig ich still,

weil ich dich verstehen will.

 

Mal ich ein Bild dann stürmt es dort.

Die Ruhe fehlt mir immer fort.

Schreib ich ein Gedicht, fehlt mir das Wort,

denn sehn ich mich nach Perfektion,

gibt es kein Wort, das gut genug,

und wäre es denn gut genug, wäre Perfektion nur ein Betrug. 

9.1.07 21:03, kommentieren

Erkenntnis

Erkenntnis

 

Nette Fassade und gierige Augen.

Nettes Lächeln verbirgt mir sein Ziel.

Aber seine Augen, seine Hände, sein Körper, sie saugen

mich auf, - und verlangen zu viel.

Nett wird nun gierig und gierig wird streng

da scheint kein Entkommen, der Raum wird zu eng.

Überall an mir Hände, wo keine sollen

darauf fixiert wie ein Tier meinen Körper zu wollen.

Tausend Hiebe und Stiche in jeder Berührung von ihm.

Sein witziger Gottvergleich mir wie eine Verkehrung erschien.

Suche die Maske, die mich heute beschützt,

die meine Contenance wahrt und mein Inneres schützt.

Verzweifelt gesucht und nirgends gefunden,

eine Minute kommt mir vor, wie viele Stunden.

Warum kann er nicht gehen?

Körper und Sprache sollte er wohl verstehen.

Aber Gott geht nun einmal nicht einfach so weg,

eine Liste mit zukünftigen Privilegien und Wünschen an mich in seiner Hose steckt.

Ist das Begehren? Dann fühl ich mich billig,

wenngleich er mich beschwört mein Körper sei willig.

Aber mein Körper trägt nur verwirrte Angst in diesem Moment,

in dem kalter Angstschweiß auf meinem Rücken brennt

gefolgt von Frust und unendlicher Wut,

aber tröstende Worte gibt es in dieser Welt ja genug.

Tröstende Worte wie des anderen Lügen.

 

So spricht sein Gesicht edle Wahrheiten, um mich dann zu betrügen.

Er sagt mir so vieles, doch sieht er nicht was geschieht

sie intrigiert und berechnet, - was mir wohl eine Halluzination verriet.

Warum sieht er es nicht oder will ers nicht sehen?

Er fickt sich glücklich und gibt mir das Gegenteil zu verstehen.

Mach den Mund auf und lüg mich an!

Sag mir, dass die Welt gut ist und ich glaube daran.

Mach den Mund auf und lüge, auf dass auch ich bald die Menschen betrüge.

Nimm die Frucht der Erkenntnis, die mir die Schlange gab

und mach ungeschehen was ich deshalb gesehen hab.

Schenk mir noch einmal ein naives, dummes Wesen

und lass mich in deinem heil-gespielten Paradies die Erkenntnis vergessen.

7.1.07 23:55, kommentieren